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AHK World Business Outlook Frühjahr 2026: Sonderauswertung USA


Deutsche Betriebe zwischen Zuversicht und Unsicherheit - Konsequenzen aus der US-Zollpolitik

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat eine Sonderauswertung des AHK World Business Outlook Frühjahr 2026 veröffentlicht. Im Fokus stehen die internationalen Auswirkungen der aktuellen US‑Handelspolitik auf deutsche Unternehmen.

Leichte Erholung bei anhaltenden Risiken
Die Geschäftslage deutscher Unternehmen in den USA hat sich im Frühjahr 2026 spürbar verbessert, bleibt jedoch unter dem langjährigen Durchschnitt. Handelshemmnisse und politische und regulatorische Unsicherheiten stellen weiterhin zentrale Geschäftsrisiken dar.

Unternehmen mit eigener Präsenz in den USA bauen ihre Aktivitäten nach dem Zollschock des Vorjahres wieder aus. Exportorientierte Unternehmen ohne Standort vor Ort reagieren dagegen häufig mit einer verstärkten Diversifizierung ihrer Absatzmärkte.

Die wichtigsten Ergebnisse in Zahlen:

Mehr als jedes zweite deutsche Unternehmen mit US‑Geschäft hat auf die US-amerikanische Handelspolitik reagiert und Maßnahmen ergriffen:

  • 14 % reduzieren ihr US-Geschäft
  • 15 % erschließen neue Märkte
  • 18 % fokussieren sich stärker auf bestehende oder heimische Kernmärkte
  • 11 % berichten von einem Ausbau ihres US‑Geschäfts

Unternehmen mit US‑Standort sind vorsichtig optimistisch:

  • Geschäftserwartungen und Investitionsabsichten verbessern sich, bleiben aber unter dem langjährigen Mittel
  • Handelsbarrieren sind das am häufigsten genannte Geschäftsrisiko
  • 59 % der befragten Unternehmen berichten von gestiegenem bürokratischem Aufwand durch Zollverfahren und Compliance‑Prüfungen

Deutsche Unternehmen in den USA reagieren auf die US‑Zollpolitik insbesondere durch:

  • Weitergabe von Zollkosten an US-Kunden durch Preisanpassungen (68 %)
  • Anpassung der Lieferketten mit stärkerer Lokalisierung (39 %)
  • Fokussierung auf den US‑Binnenmarkt („local for local“) (32 %)

Weitere Informationen
Die ausführlichen Ergebnisse hat die DIHK auf ihrer Website veröffentlicht. Hier geht es zur Sonderauswertung.