- Veranstaltungen
- Sourcing im Baltikum
Menü ausblenden
Sourcing im Baltikum
aus unserer SpotLight-Reihe
Donnerstag, 26.02.2026
EU-Binnenmarkt, kurze Lieferzeiten, niedrigere Bruttolohnkosten – Osteuropa bietet Chancen für Nearshoring. Warum ist das Baltikum ein beliebter Standort bei deutschen Investoren? Welche Branchen sind für deutsche Firmen besonders interessant? Erfahren Sie mehr zum Wachstumsmotor Osteuropa direkt von der AHK Baltikum.

© grapix | Canva
Zielgruppe
Existenzgründer, Geschäftsführer, Arbeitgeber, Allgemein
Veranstaltungsort
Webinar
Preis pro Person
Das Angebot ist kostenlos.
Maximale Teilnehmerzahl
99
Inhalt
Dominic Otto, stellvertretender Geschäftsführer, AHK Baltische Staaten, bringt auf den Punkt, was seine Länder für deutsche Geschäftspartner besonders attraktiv macht.
Warum ist das Baltikum für deutsche Unternehmen ein idealer Beschaffungsmarkt – was können die drei Länder Estland, Lettland und Litauen besser oder schneller als andere?
Dominic Otto: In den drei baltischen Staaten sind die Arbeitskosten vergleichsweise niedrig und dennoch ist die Einhaltung von EU-Normen gewährleistet, was deutsche Einkäufer anspricht. Ihre geografische Nähe zu Deutschland und die Möglichkeit, Lieferketten in Europa statt zum Beispiel in Asien zu unterhalten, sorgt für geringere Transportkosten und kürzere Durchlaufzeiten. Zudem punkten die baltischen Unternehmen mit hoher Flexibilität und guter Anpassungsfähigkeit an kundenspezifische Anforderungen – insbesondere kleine und mittlere Zulieferer bieten schnelle Reaktionszeiten.
Welche Branchen sind für deutsche Unternehmen besonders interessant?
Dominic Otto: Die Holz- und Holzverarbeitungsindustrie ist stark in der Region vertreten und bietet deutschen Unternehmen Zugang zu Materialien und Komponenten. Der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Metallverarbeitung sind ebenfalls wachstumsstark, so dass deutsche Firmen hier günstige Zuliefer- und Kooperationsmöglichkeiten finden. In Estland vor allem ist außerdem die Digital-/IT-Branche hervorzuheben, was Dienstleistungs- und Technologie-Beziehungen interessant macht.
Die Rüstungs- und Metallindustrie wächst im Baltikum rasant. Wie profitieren Einkäufer aus Deutschland von dieser Entwicklung?
Dominic Otto: Durch das Wachstum der Metall- und Rüstungsindustrie in der Region entstehen neue Zulieferer und Produktionskapazitäten, wodurch deutsche Einkäufer mehr Auswahl bei Komponenten, Auftragsfertigung und Spezialteilen haben. Da viele Projekte auf kurze Lieferwege und europäische Partner setzen, können deutsche Einkäufer ihre Lieferketten diversifizieren und näher an Europa-Standorte verlagern, was Risiken reduziert. Außerdem kann von hoher Agilität und Innovationsdruck in der Region profitiert werden – die baltischen Staaten investieren stark in Rüstungs- und Verteidigungsindustrie, was neue Technologien und Dienstleistungen verfügbar macht.
Estland gilt als digitaler Vorreiter, Lettland als Holzland, Litauen als Maschinenbauer: Was zeichnet die Kombination dieser drei Märkte aus?
Dominic Otto: In Estland ist die digitale Infrastruktur und die IT-Affinität sehr stark ausgeprägt, sodass deutsche Unternehmen hier auf moderne Dienst- und Technologielieferanten treffen. Lettland (und generell die Region) bietet eine ausgeprägte Holz- und Holzverarbeitungsindustrie, wodurch deutsche Einkäufer Zugang zu Holzrohstoffen, Halbzeugen und Verarbeitungskompetenz haben. Litauen punktet mit Maschinen- und Anlagenbau sowie Metallverarbeitung mit gutem Ingenieur- und Produktionspotenzial, was deutsche Zuliefer- oder Produktionspartner unterstützt. Die Mischung dieser drei Märkte gibt deutschen Unternehmen somit ein breit diversifiziertes Beschaffungs-Ökosystem in unmittelbarer Nähe – von IT über Holz bis Maschinenbau.
Die Fragen stellte Milena Tröß, Team International der IHK Offenbach am Main. Dieses Interview wurde ursprünglich in dem IHK-Magazin Offenbacher Wirtschaft in der Januar/Februar-Ausgabe 2026 veröffentlicht.
Erfahren Sie im SpotLight: Sourcing im Baltikum, warum das Baltikum für deutsche Unternehmen ein attraktiver Nearshoring-Standort ist und welche Branchen besonders profitieren. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Weitere Informationen
Kooperationspartner

Enterprise Europe Network
Zur Website
IHK Hessen International
Zur Website
Deutsch-Baltische Handelskammer in Estland, Lettland und Litauen
Zur Website
Hotline: Wir sind für Sie da!
Erreichbarkeit unserer Hotline:
Montag - Donnerstag: 09:00 - 16:00 Uhr
Freitag: 09:00 - 14:00 Uhr
