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EU - Australien: Freihandelsabkommen und Sicherheitspartnerschaft


EU und Australien beschließen ehrgeiziges Freihandelsabkommen (FTA).

Die EU und Australien haben die Verhandlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen (FTA) abgeschlossen und die Etablierung einer Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft (SDP) vereinbart. Zudem wurden förmliche Gespräche über eine Assoziierung Australiens mit „Horizon Europe“, dem weltweit größten Programm für Forschung und Innovation, in den Blick genommen. Mit dem Abkommen baut die EU ihre wirtschaftliche Präsenz im indopazifischen Raum weiter aus und diversifiziert ihre Handelsbeziehungen.

Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft

Die SDP soll vor dem Hintergrund sich wandelnder sicherheitspolitischer Herausforderungen einen verlässlichen Rahmen für eine engere Zusammenarbeit schaffen. Vorgesehen sind regelmäßige Dialoge zu strategischen Fragen, eine stärkere Zusammenarbeit bei der Krisenbewältigung sowie die Ausweitung der Kooperation auf maritime Sicherheit, Cybersicherheit und im Umgang mit hybriden Bedrohungen. Hinzu kommen eine engere Abstimmung bei Schlüsseltechnologien einschließlich künstlicher Intelligenz sowie in der Weltraumsicherheit. Der Austausch zur Lageerfassung, der Kapazitätsaufbau bei Partnern und die Koordinierung in internationalen Foren sollen ausgebaut werden.

Freihandelsabkommen: Chancen für Unternehmen

Das umfassende Freihandelsabkommen verbessert den Marktzugang zu einer wachstumsstarken Volkswirtschaft und schafft neue Perspektiven für international tätige Unternehmen. EU-Exporte könnten in den kommenden zehn Jahren deutlich, um bis zu 33 Prozent steigen, eine Steigerung des jährlichen Ausfuhrwertes bis zu 17, 7 Mrd. Euro liegt im Bereich des Möglichen. Wachstum wird insbesondere in den Bereichen Milchprodukte, Kraftfahrzeuge und Chemie erwartet. Auch die EU-Investitionen in Australien könnten spürbar zunehmen.

Zugleich stärkt das Abkommen perspektivisch die strategische Versorgung mit kritischen Rohstoffen und erhöht die Widerstandsfähigkeit von Lieferketten angesichts geopolitischer Krisen und Unsicherheiten. Verbindliche Nachhaltigkeitsregeln fördern einen umweltfreundlichen, fairen Handel mit starker Orientierung von Einfuhren an EU-Standards in den Bereichen Klima, Umwelt und Tierschutz.