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Ausbildungsangebote entdecken: 22 Unternehmen öffneten ihre Türen

Hans-Juergen Herrmann
Im Gespräch mit ungefähr gleichaltrigen Azubis der Helaba – Die Landesbank Hessen-Thüringen fiel es diesem Teilnehmer der Nacht der Ausbildung Offenbach leicht, Fragen zu Ausbildungen und zur beruflichen Zukunft zu stellen.
Der persönliche Austausch mit Ausbildern und Auszubildenden sowie die unmittelbare Begegnung direkt im Betrieb machen das Veranstaltungsformat einzigartig. Jugendliche haben die Möglichkeit, berufliche Tätigkeiten dort zu erleben, wo sie tatsächlich stattfinden – ob im Büro, in der Werkstatt oder in der Produktionshalle. Darüber hinaus erhalten sie von Mitarbeitenden der jeweiligen Firma aus erster Hand Antworten auf Fragen zu Ausbildungsvoraussetzungen, -inhalten und Karriereperspektiven. Dadurch können sich die jungen Menschen ein realistischeres Bild von den vorgestellten Berufen machen und besser entscheiden, ob eine Ausbildung zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passt.
„Die Nacht der Ausbildung Offenbach ist ein zentraler Baustein der Berufsorientierung in unserer Region. Sie bringt Jugendliche und Betriebe unmittelbar im reellen Arbeitsumfeld zusammen und bietet echte Einblicke statt Hochglanzbroschüren-Optik“, betont IHK-Vizepräsident Michael Grunwald. „Wer Berufe vor Ort erlebt, kann bessere Entscheidungen treffen und schneller den passenden Einstieg finden. Durch Veranstaltungen wie diese stärken wir die wichtige Fachkräftesicherung in Stadt und Kreis Offenbach.“ Das sei im Hinblick auf den aktuellen Ausbildungsmarkt von besonderer Bedeutung. „2025 sind 54.400 Ausbildungsstellen unbesetzt geblieben, während gleichzeitig 84.400 Bewerberinnen und Bewerber keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Diese Zahlen verdeutlichen die Passungsprobleme zwischen Angebot und Nachfrage. Und sie zeigen, wie wichtig Angebote zur Berufsorientierung sind, die einen frühzeitigen Abgleich von Erwartungen und Anforderungen ermöglichen“, so Grunwald.
Welche Rolle die persönlichen Begegnungen auch für die Unternehmen spielen, erläutert Alan Reza Jaffery, Ausbilder bei der Sybit GmbH: „Die Nacht der Ausbildung Offenbach bietet uns eine wertvolle Möglichkeit, junge Talente aus der Region direkt anzusprechen und ihnen einen echten Einblick in ihre berufliche Zukunft zu geben. Besonders wichtig ist für uns die aktive Beteiligung unserer Auszubildenden: Sie zeigen ihren Arbeitsalltag, berichten offen von ihren Erfahrungen und ermöglichen Austausch auf Augenhöhe. Dieser persönliche Kontakt – kombiniert mit der Chance, typische Tätigkeiten selbst auszuprobieren – macht die Veranstaltung zu einem zentralen Baustein unseres regionalen Recruitings.“
Ein Besucher beschreibt, was die Nacht der Ausbildung für ihn und andere junge Menschen so attraktiv macht: „Ich war echt überrascht, wie offen die Menschen in den Unternehmen hier sind und wie viel man selbst ausprobieren kann. Für jemanden wie mich, der noch nicht genau weiß, wohin es beruflich gehen soll, war das super hilfreich und hat mir einige neue Ideen gegeben.“
Die nächste Nacht der Ausbildung findet am 6. November 2026 in Rödermark statt. Die IHK Offenbach am Main wird frühzeitig dazu informieren.
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